Top 5 Tools um Social Media Influence zu messen

Social Media Influence misst die Reichweite und die Autorität von Einzel- oder Firmen-Usern in sozialen Netzwerken. Hierbei handelt es sich mittlerweile um eine ähnlich wichtige Marketingkennzahl wie etwa den Traffic auf einer Website. Der folgende Artikel stellt einige Tools und ihre spezifischen Vor- und Nachteile vor, mit denen sich die Messung vornehmen lässt. Meinungsführer können helfen, den befürchteten Shitstorm zu vermeiden.

 

Klout

 

Klout ist als Scoring-System zu verstehen, das die eigene Online-Reputation in einer einfachen Zahl fassbar macht. Hiermit soll es besonders leicht fallen, den eigenen „Wasserstand“ der Online-Reputation im Auge zu behalten. Klout nutzt dafür eine Skala von 1 bis 100 und verarbeitet für die Errechnung des Scores eine Vielzahl von Daten aus den unterschiedlichsten sozialen Netzwerken. Sowohl Facebook als auch Twitter und LinkedIn sowie Foursquare werden in die Kalkulation miteinbezogen. Erfasst werden dabei alle Content-Veröffentlichungen sowie sonstigen Aktivitäten in den unterschiedlichen Netzwerken. Die Messung der eigenen Reputation wird dabei in drei Komponenten zerlegt: Mit „True reach“ wird die Reichweite der eigenen Aktivität gemessen bzw. die Anzahl von Nutzern, die man erreichen kann. Zum anderen wird auch die „amplification“ gemessen, womit die Stärke der Beeinflussung gemeint ist. Schließlich wird mit dem „network score“ erfasst, wie einflussreich wiederum die Nutzer sind, die man mit seinen eigenen Aktivitäten erreicht hat. Es handelt sich hierbei also um ein sehr umfassendes System der Scoringbildung. Wer tiefer in die Analyse einsteigen möchte, kann sich bspw. anhand eines Kurvendiagramms die Veränderung des Scores im Zeitablauf ansehen. Damit fällt es besonders leicht festzustellen, wie die Tendenz der eigenen Online-Reputation aussieht. Nachteilig bei diesem System ist vielleicht, dass der Score eine Mischung aus den Aktivitäten aus mehreren Netzwerken darstellt. Wünschenswert wäre zusätzlich eine stärkere Differenzierung nach den einzelnen Netzwerken, doch dafür können selbstverständlich auch weiterführende Tools verwendet werden.

Crowdbooster

 

Hierbei handelt es sich um ein relativ neues Tool, was daran erkennbar ist, dass es sich noch immer in der Beta-Phase befindet. Dennoch stellt Crowdbooster bereits jetzt eine wirkungsmächtige Analysesoftware dar, mit der sich die eigene Reputation in sozialen Netzwerken messen lässt. Das Grundprinzip des Tools besteht darin, dass es dem Nutzer jene Tageszeit anzeigt, während der die eigenen Postings den größten Effekt erzielen. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass die Nutzer sehr unterschiedliche Aktivitätsfenster haben können. Werden neue Nachrichten am Abend veröffentlicht, meine Zielgruppe liest jedoch am liebsten am Mittag während der Arbeitspause im Internet, können die eigenen Beiträge nicht ihre maximale Reichweite erlangen. Crowdbooster zeigt deshalb in einem übersichtlichen Diagramm an, wann die eigenen Posts die meiste Interaktion mit den Lesern auslösen. Das Tool ist damit hinsichtlich seiner Funktion zwar auf einen engen Bereich begrenzt, macht seine Arbeit hier aber hervorragend.

My Web Career

 

My Web Career ist ein weiteres Tool, das sich nicht alleine auf die Analyse eines einzelnen sozialen Netzwerks wie etwa Twitter beschränkt. Stattdessen werden Informationen aus einer großen Zahl von Plattformen wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Quora und auch aus Suchmaschinenergebnissen berücksichtigt. Aus diesen Informationen wird ähnlich wie bei Klout ein „Career Score“ errechnet, mit dem sich die eigene Reputation in einer griffigen Zahl fassen lässt. Berücksichtigt werden so unterschiedliche Komponenten wie etwa die Netzwerkgröße, die Medienpräsenz und auch die Stärke der Verbindungen in den Netzwerken. Treue Leser werden stärker gewichtet als solche, die nur zufällig vorbeilesen. Die so gewonnen Daten werden aufwendig in Kuchendiagrammen dargestellt und lassen eine Vielzahl von Rückschlüssen auf die eigene Gefolgschaft zu. So kann etwa angezeigt werden, wie die Verteilung der Branchen aussieht, in denen die eigenen Firmenkontakte aktiv sind. Besonders nützlich ist auch die „My Network“-Funktion: Hier wird dem Nutzer angezeigt, mit welchen und wie vielen Personen in einem Unternehmen er über soziale Netzwerke verbunden ist.

TweetStats

 

Ein besonders wichtiger Indikator für die Verbreitung des eigenen Angebots im Internet ist heute natürlich Twitter. Auf der Plattform werden laufend Nachrichten veröffentlicht, in denen im Idealfall auch die eigenen Produkte und Dienstleistungen Erwähnung finden. Die Datenanalyse von Tweets rückt damit in das Blickfeld des Social Media Trackings. TweetStats ist ein solches Tool, mit dem sich die aggregierten täglichen Tweets in einem übersichtlichen Balkendiagramm darstellen und interpretieren lassen. Besonders hervorzuheben bei diesem Tool ist die Funktion, dass in die Analyse mehrere Accounts einbezogen werden können. So lassen sich sehr leicht die Beziehungen mehrerer Twitter-Accounts darstellen, mit wem die intensivste Kommunikation erfolgt, zu welcher Tageszeit die stärkste Aktivität gemessen wird, welche Begriffe und Hashtags in den eigenen Tweets am meisten genutzt wurden und vieles anderes mehr. Besonders nützlich ist auch die Anzeige der Entwicklung der Freunde- und Follower-Zahl in einem Kurvendiagramm.

PostRank / Google Analytics

PostRank überwacht und sammelt soziales Engagement von 20 der Top Social Networks. Veranstaltungen mit Online-Inhalten werden in Echtzeit über das Web korreliert. Das Tool sammelt Daten darüber, wo und wann Geschichten, Kommentare, Lesezeichen, Tweets und andere Formen der Interaktion getätigt werden. Es nimmt wahr, wo und wie Benutzer engagiert sind, und was ihnen wichtig ist. Es misst die tatsächliche Benutzer-Aktivität, und liefert so einen guten Indikator für die Relevanz und den Einfluss von einer Website, oder einem Autor. Seit 1. Mai 2012 ist das Tool Teil von Google Analytics.

PeerIndex

 

 

Der PeerIndex Algorithmus misst die Geschwindigkeit und das Volumen, mit der Inhalte zu einem bestimmten Thema geteilt werden. Zudem wird ihnen eine Themen-Autorität bestätigt, wenn ihre Inhalte von Experten retweeted oder kommentiert werden. Das bedeutet dass nicht nur eine quantitative, sondern nach dem Google Muster (Pagerank) auch eine qualitative Messung vorgenommen wird. PeerIndex erstellt einen Punkte-Index auf Basis von Twitter, Facebook und LinkedIn.

 

Dieser Artikel stammt aus dem gemeinsamen Blog Projekt zwischen Roland Kissling und adkunden SEM: website-manager.net